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Blutdruckerhöhung durch Paracetamol 

Die Einnahme von Paracetamol aufgrund chronischer Schmerzen erhöht bei Patienten mit Bluthochdruck den Blutdruck zusätzlich. Es ist möglich, dass sich dadurch auch das Risiko dieser Patienten für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht.

Paracetamol erhöht den Blutdruck


Paracetamol (z.B. Panadol®) ist weltweit das am meisten angewendete freiverkäufliche und verordnete Schmerzmittel. Es wird vielfach zur Behandlung chronischer Schmerzen eingesetzt. Die Anwendung therapeutischer Dosen wird im Allgemeinen als sicher betrachtet. Bisher ist man davon ausgegangen, dass Paracetamol, im Gegensatz zu den sogenannten nichtsteroidalen anti-Rheumatika (NSAR) wie zum Beispiel Acetylsalicylsäure (Aspirin®) oder Diclofenac (Voltaren®) nicht oder nur in geringem Mass mit einem Blutdruckanstieg verbunden ist. Ergebnisse aus Beobachtungsstudien deuten jedoch darauf hin, dass auch Paracetamol den Blutdruck erhöhen könnte. In einer Studie wurde dieser Einfluss nun genauer untersucht.

Zielsetzung und Methode

Im Rahmen der PATH-BP (Paracetamol in Hypertension – Blood Pressure)-Studie haben Iain M. MacIntyre und seine Kollegen untersucht, welchen Effekt Paracetamol in therapeutischen, also normalen Dosen auf den Blutdruck von Patienten hat, die bereits an Bluthochdruck leiden. Die doppelblinde, placebokontrollierte Crossover-Studie wurde an einem einzigen Studienzentrum (University of Edinburgh’s Clinical Research Center, Western General Hospital, Edinburgh, UK) an erwachsene Bluthochdruckpatienten (ambulanter Blutdruck < 150/95 mm Hg) durchgeführt. Die mit Antihypertensiva behandelten oder unbehandelten Patienten wurden 1:1 in zwei Gruppen randomisiert. Eine Gruppe erhielt zwei Wochen lang viermal täglich 1g Paracetamol (Tagesmaximaldosis, die im Vereinigten Königreich häufig bei chronischen Schmerzen verordnet wird) und die andere Gruppe ein Placebo. Nach einer zweiwöchigen Auswaschphase wurde die Behandlung zwischen den Gruppen getauscht. Die Gruppe, die erst Paracetamol erhalten hatte, erhielt nun Placebo und die Gruppe, die zuerst Placebo hatte, erhielt Paracetamol.

Ergebnisse

Die tägliche Einnahme von 4g Paracetamol erhöht den Blutdruck bei Patienten mit Bluthochdruck ca. um weitere 5 mmHg. Dieser blutdrucksteigernde Effekt ist vergleichbar mit demjenigen, der mit NSAR beobachtet wurde. Der Blutdruckanstieg durch Paracetamol geschieht unabhängig davon, ob die Patienten gegen Bluthochdruck behandelt werden oder nicht. Da ein erhöhter Blutdruck das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht, stellen diese Ergebnisse die Sicherheit von Paracetamol speziell diesen Patienten in Frage. Bei Bluthochdruckpatienten sollte daher auch Paracetamol mit Vorsicht eingesetzt werden und die notwendigen Dosen auf ein Minimum reduziert werden.

Referenz :
MacIntyre I.M. et al. (2022): Regular acetaminophen use and blood pressure in people with hypertension: The PATH-BP-trial. Circulation, DOI:10.1161/circulationaha.121.056015

Adaptiert nach «Blutdruckerhöhung durch Paracetamol» von Dr. Daniela Leopoldt, www.gelbe-liste.de; zuletzt aufgerufen am 30. April 2022

Bild: AdobeStock/Mediteraneo

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