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Helfen Laktobazillen bei Depressionen? 

Reizdarmpatienten mit einer subklinischen Depression könnten von Probiotika profitieren: In einer Studie besserte mit Laktobazillen angereicherte Milch die Stimmung und erhöhte die Serotoninspiegel im Serum signifikant.

AdobeStock 557559279 wellphoto mit ANN LogoPatienten mit Reizdarmsyndrom leiden oft auch an depressiven Symptomen. Probiotika sollen über die Modulation des Darmmikrobioms die Darm-Hirn-Achse beeinflussen und dadurch Depressionen verringern können. Ob dies bei Reizdarmpatienten funktioniert, haben Marlynna Sarkawi von der Universität Kebangsaan in Kuala Lumpur und Kollegen mithilfe einer randomisierten, doppelblinden und placebokontrollierte Studie untersucht.

Mit Laktobazillen angereicherte Milch

Eingeschlossen wurden 110 Patienten mit Reizdarmsyndrom, die weder eine somatische oder psychische Grunderkrankung aufwiesen, noch vor Studienbeginn Antibiotika oder Probiotika eingenommen hatten. Zunächst teilten die Forscher die Patienten anhand eines Depressionsfragebogens in eine Gruppe mit und eine ohne depressive Symptome auf. Dann wurden die Teilnehmer 1:1 randomisiert: Die eine Hälfte trank über zwölf Wochen täglich zweimal 125 ml eines Placebomilchgetränks, die anderen bekamen Milch, die zwei verschiedene Laktobazillen enthielt (Lactobacillus acidophilus LA-5 und Lactobacillus paracasei L. CASEI-01).

Erhöhung der Serotoninspiegel

Sowohl in den Placebo- als auch in den Probiotikagruppen besserten sich die Ergebnisse der Depressions-Scores signifikant. Das Gleiche galt auch für die Schwere der Reizdarmsymptomatik: In allen Gruppen kam es nach der Intervention häufiger zu einer Remission. Dies erklären die Autoren aber mit Störfaktoren wie z.B. einer positiven Erwartungshaltung. Bei den Patienten mit depressiven Symptomen und Probiotikaeinnahme wurde zusätzlich ein signifikanter Anstieg der Serotoninspiegel im Blut beobachtet. Serotonin ist eng mit der Regulierung von Stimmung, Angst und allgemeinem Wohlbefinden verbunden. Ein niedriger Serotonin-Spiegel kann Depressionen und Angststörungen begünstigen.

Fazit

Insgesamt schliessen die Autoren aus den Ergebnissen, dass mit Laktobazillen angereicherte Milch bei Reizdarmpatienten mit Depressionsrisiko prophylaktisch gegen Depressionen wirken könnte.


Quelle:
Sarkawi M et al. A randomized, double-blinded, placebo-controlled clinical trial on Lactobacillus-containing cultured milk drink as adjuvant therapy for depression in irritable bowel syndrome. Scientific Reports 2024; 14: 9478

Beitrag adaptiert nach:
Anna Millenaar. Reizdarm: Mit Milch gegen Depressionen? https://www.medical-tribune.de/medizin-und-forschung/artikel/mit-milch-gegen-depressionen; zuletzt aufgerufen am 1. Juli 2024

Bild: AdobeStock/theevening

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